Gemeindenachrichten
Anlässlich der Themenwoche der ARD haben wir Jusos uns mit dem Thema Ehrenamt beschäftigt. Das Ehrenamt ist enorm wichtig für unsere Demokratie. Der (oder die) Ehrenamtliche kann die Geschicke einer Stadt leiten, Brände löschen, Jugendgruppen betreuen, Essen kochen, Gottesdienste gestalten, Alte pflegen, Leben retten, beim Einkauf helfen, Häuser bauen, Geige und Fußball spielen und und und…
Ohne die Menschen, die einen oft erheblichen Teil ihrer Freizeit dafür aufwenden, sich einzubringen in das öffentliche Leben, wäre unser Land nicht nur ziemlich trostlos, sondern auch ziemlich hilflos.
Mehr als 23 Mio. Menschen engagieren sich ehrenamtlich in Deutschland. Es ist wichtig, dass diese Menschen in ihrer Arbeit unterstützt und gewürdigt werden, am besten von der Gemeinde, in der sie leben.
Moritz Baier sieht hier außerdem die Kettenreaktion, die eine breite Basis ehrenamtlich tätiger und hochmotivierter Menschen nach sich zieht: wer in seiner Jugend Engagement vorgelebt bekommen hat, wird später eher bereit sein, sich selbst zu engagieren. Und die feste Verankerung in einem Verein oder einem Verband – sprich: in der Zivilgesellschaft! – ist das beste Mittel gegen eine ganze Reihe individualgesellschaftstypischer Übel: Vereinsamung, Zukunftsangst, Unfähigkeit zu Empathie, Verwahrlosung, Depression.
Sebastian Cuny ist der Meinung, dass bei allem Hype um das Ehrenamt, die Bereitschaft zu freiwilligem Engagement nicht ausgebeutet werden darf. Der Staat darf sich nicht systematisch darauf verlassen, dass „die Ehrenamtlichen das schon regeln werden“, und unter diesem Vorwand von seinen originären Pflichten zurücktreten, womöglich nur mit dem Zweck, Geld zu sparen.
Es ist unlauter, eine „Ganztagesschule“ einzurichten, die sich von der Halbtagesschule nur dadurch unterscheidet, dass am Nachmittag ehrenamtliche Helfer eine Handball-AG anbieten, so wie das in Baden-Württemberg der Fall ist. Ein Ganztagsangebot braucht mehr! Marco Ginal nannte hier zum Beispiel das kostenlose Essen für bedürftige Kinder und den Ausbau der Schulsozialarbeit.
Denn Ehrenamt muss in sinnvolle Strukturen eingebettet werden, und Ehrenamt braucht professionelle Begleitung bzw. Unterstützung.
Eine Gesellschaft ist mehr als Schule, Polizei, ALG II und Solidaritätszuschlag. Der Staat ist dazu da, um unserer Gesellschaft Halt zu geben. Aber mit Leben gefüllt wird das Gemeinwesen von den Bürgerinnen und Bürgern, von uns!
Eine solidarische Bürgergesellschaft braucht Engagement!
Wir möchten uns auf diesem Wege bei allen Ehrenamtlichen Bürgerinnen und Bürgern Schriesheims für Ihr Engagement bedanken!
Stromspartipp der Woche:
Energiesparmanagement des PCs
• Das Energiesparmanagement Ihres PCs finden sie unter:
Systemsteuerung → Leistung und Wartung → Energieoptionen
• Generell gilt: Laptops verbrauchen weniger Strom als PCs und Flachbildschirme sind energiesparender als Röhrenbildschirme
Marco Ginal für die Jusos Schriesheim-Dossenheim
Das Superwahljahr 2009 geht in seine erste „heiße Phase“. Am 7. Juni sind Kommunal-, Kreistags- und Europawahlen. Doch auch die Jugend darf dieses Jahr wieder an die Urne. Bereits zum 5mal wird am 4. Juli der Jugendgemeinderat in Schriesheim gewählt. Das Thema Jugendgemeinderat liegt uns Jusos sehr am Herzen.
1996 war es Sebastian Cuny der in einer Gemeinderatssitzung die Einrichtung eines Jugendpolitischen Gremiums forderte. Dass dieser heute bereits als feste Institution in Schriesheim gilt, freut uns Jusos sehr. Bereits im ersten JGR saßen mit Moritz Baier, Felix Hörisch und Sandra Schulz drei Jugendliche, die jetzt als Jusos für den Gemeinderat kandidieren. Nach seiner Zeit im JGR von 2003-2005 wollte auch Marco Ginal sich weiterhin Jugendpolitisch engagieren und sah bei uns Jusos dafür eine gute Möglichkeit. Seit 2005 sitzt nun Hannes Künemund, der ebenfalls seit längerer Zeit bei uns aktiv ist, im Jugendgemeinderat.
Wichtig ist uns eine Stärkung dieses Jugendpolitischen Gremiums. In der jüngsten Vergangenheit wurde dieser bei jugendpolitischen Entscheidungen zwar gehört, aber nicht immer auch wirklich mit in die Entscheidungsfindung mit einbezogen. Um dem folgenden Jugendgemeinderat bereits jetzt eine gute Legitimation zu geben, bitten wir alle Jugendlichen von 14 bis 19 Jahren am 04.07.09 ihr Wahlrecht zu nutzen und zur Urne zu gehen. Für die Jugend mit der Jugend!
Stromspartipp der Woche:
Kühlschrank
• Der Kühlschrank sollte an einem möglichst kühlen Platz stehen (also nicht neben Herd, Heizung oder Spülmaschine)
• Eine Temperatur des Kühlschrank von 7°C genügt meist
• Eine Raumtemperatur von 16°C in der Küche reduziert den Stromverbrauch des Kühlschranks nochmals um bis zu 50%
Quelle: NaturStromHandel GmbH
Marco Ginal für die Jusos Schriesheim-Dossenheim
Am vergangenen Samstag waren Marco Ginal und Moritz Baier für die Jusos in Schriesheim unterwegs. An 3 verschiedenen Stellplätzen bauten wir neben dem roten Schuh der SPD unseren Ideenturm auf. Dieser aus roten Ziegelsteinen bestehende Turm ist mit Schlagwörtern, wie z.B. „Nachhaltigkeit“, „offene Jugendarbeit“ oder „Generationenverbindung“ beschriftet. Diese Schlagwörter stellen die für uns wichtigen Themen bzw. Ideen für die Schriesheimer Kommunalpolitik da.
Am Samstag wollten wir den Schriesheimer Bürgern und Bürgerinnen die Möglichkeit geben mit uns über diese Themen zu diskutieren. Vor allem lag es uns aber auch am Herzen das unser Turm durch Anliegen bzw. Ideen der Bürger und Bürgerinnen ergänzt wird. Wir wollen uns hier noch einmal bei allen bedanken, die dieses Angebot wahr genommen haben und auf uns zugekommen sind bzw. den Ideenturm bereichert haben.
Stromspartipp der Woche
Für die Stromwechselparty, deren Mitveranstalter wir waren, haben wir eine Präsentation erstellt, die Stromspartipps aus verschiedenen Quellen zusammen fast. Ab dieser Woche will ich nun hier die Plattform nutzen, um immer einen Tipp zu veröffentlichen. Tipp der Woche:
Kleingeräte nutzen
• Oft ist weniger mehr. Kleingeräte wie Toaster sind wesentlich energiesparender als große Haushaltsgeräte. Backen sie daher z.B. Brötchen lieber auf dem Toaster auf, anstatt im Backofen
• Ebenso benötigt ein Wasserkocher rund 40% weniger Strom als das Wasserkochen auf dem Elektroherd
• Auch das Kochen der Frühstückseier im Eierkocher statt im Wassertopf auf dem Herd spart Energie
• Statt Ihre Kaffeemaschine als Warmhalteplatte zu benutzen, schalten Sie sie nach Gebrauch aus und füllen Sie den Kaffee in eine Thermoskanne um.
Quelle: NaturStromHandel GmbH
Marco Ginal für die Jusos Schriesheim-Dossenheim
Zu der aktuellen und sehr brisanten Diskussion über die Sozialwohnungen wollen wir Jusos ebenfalls Stellung nehmen. Sehr schockiert waren wir von dem Vorschlag der Verwaltung, der vorsah die Notunterkünfte auf dem Pushgelände zu bauen. Hier hätte man auf einem mit Sicherheit nicht optimalen Platz eine Lösung geschaffen, die für die nächsten ca. 50 Jahre „zementiert“ wäre.
Dem Jugendgelände sollten ca. 1000 qm genommen werden, womit man den mittel- bis langfristigen Planungen der Jugend zur Nutzung des Außengeländes einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte. Man hätte den Beachvolleyballplatz verschieben müssen und geplante Einteilungen , wie z.B. den Basketballplatz, der das Gelände mit Sicherheit vielfältiger und somit für andere Jugendgruppen interessant macht, nicht mehr umsetzen können.
Als das ehemalige Jugendzentrum in der Altstadt geschlossen wurde, wies man außerdem auf den Vorteil des Pushgeländes hin, da man hier keine Probleme mit Anwohner bekommen bzw. Anwohner nicht dem hohen Geräuschpegel, der bei diversen Veranstaltungen durchaus vorhanden sein wird, ausgesetzt würden.
Gerade Familien mit Kleinkindern und/oder ältere Menschen hätten dort mit Sicherheit Probleme. Auch lange Einkaufswege wären eine Folge dieser schlechten Lage. Wir Jusos sind deshalb sehr froh, dass fast von allen Seiten eine dezentrale Lösung gefordert wird! Dies ist sehr wichtig um die Integration dieser Personen in unsere Gesellschaft zu fördern und Ghettobildung, was übertrieben klingt, aber mit Sicherheit nicht ganz zu Unrecht bei dem Verwaltungsvorschlag erwähnt wurde, zu vermeiden.
Hervorheben möchten wir hier noch die schnelle Reaktion des Jugendgemeinderats und des Push e.V. Der Jugendgemeinderat hat sich sofort nach dem Bekanntwerden des Verwaltungsvorschlags zusammen gesetzt. Hier wurde nach einer Ortsbegehung auf dem Pushgelände nicht einfach nur gemeckert, sondern ein Kompromissvorschlag erarbeitet, der die Haltung der Jugendlichen zu diesem Thema widerspiegeln sollte. Trotz, dass man ebenfalls fest stellte, dass die Sozialwohnungen dort nicht optimal wären und man eine dezentrale Lösung bevorzugen würde, konnte man der Verwaltung und den Gemeinderatsfraktionen noch vor deren Sitzungen einen eigenen Vorschlag darlegen, der im Gegensatz zu dem Verwaltungsvorschlag ein echter Kompromiss war.
Marco Ginal für die Jusos Schriesheim-Dossenheim