Pressemitteilungen
Pressemitteilung vom 25. November 2009
Landesregierung setzt Schulstandorte aufs Spiel / Forderung nach längerem gemeinsamen Lernen
Anlässlich der am Donnerstag im Stuttgarter Landtag stattfindenden Debatte zur Werkrealschule bewerten die Jusos Baden-Württemberg das Werkrealschul-Konzept der Landesregierung als nicht zukunftsfähig.
„Wir bleiben dabei: Was die Landesregierung vorlegt, ist ‚Etikettenschwindel’, denn es wird lediglich die Hauptschule in Werkrealschule umbenannt. Die neue Werkrealschule ändert nichts an den grundlegenden Problemen des dreigliedrigen Schulsystems. Die entscheidenden Stellschrauben für eine effektive Weiterentwicklung der Schulstruktur in Baden-Württemberg packen CDU und FDP nicht an“, sagte der Juso-Landesvorsitzende Frederick Brütting.
Am vergangenen Wochenende trafen sich Vertreterinnen und Vertreter aus fast 50 Juso-Hochschulgruppen in Göttingen zum Bundeskoordinierungstreffen, um sich zu aktuellen Themen der Bildungspolitik zu positionieren. Mit großer Spannung wurde der Besuch des SPD-Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel erwartet, der schließlich mit den versammelten Studierenden ausgiebig über die Problemfelder der Bildungspolitik und den bundesweiten Bildungsstreik diskutierte. In einer lebhaften und teilweise kontroversen Diskussion wurden viele Gemeinsamkeiten identifiziert, aber auch Aspekte aufgegriffen, bei denen das Gespräch fortgesetzt werden soll.
Die Juso-Hochschulgruppen unterstützen die heutigen Proteste der Studentinnen und Studenten gegen die Politik der Hochschulrektorenkonferenz. „Die HRK verschließt seit Jahren die Augen vor den Fehlentwicklungen an den Hochschulen. Sie wird ihrer Verantwortung nicht gerecht, einen bundesweiten Korrekturprozess in Gang zu setzen und aktiv zu begleiten. Mit weiteren Lippenbekenntnissen lassen die Studierenden sich nicht abspeisen“, so Erkan Ertan vom Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen.