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HEIDELBERG. Die Jusos Heidelberg lehnen das Vorhaben von Bürgermeister Wolfgang Erichson zur Einschränkung des Alkoholkonsums auf öffentlichen Plätzen ab. Nach den Planungen für ein Verbot des Grillens auf der Neckarwiese, die mit den ursprünglichen Planungen des Jugendgemeinderats inkompatibel sind, und den Überlegungen zum Verbot der Feierlichkeiten zum 1. Mai auf der Thingstätte folgt nun Erichsons nächster Schlag gegen Jugendliche und Studenten: Eine alkoholfreie Zone in der Altstadt und eventuell auch noch auf der Neckarwiese. „Heidelberg ist eine Studentenstadt und das darf es nicht verleugnen" so der Vorsitzende der Jusos Heidelberg, Holger Seeger. „Erichson pauschalisiert durch sein Vorhaben erneut alle
Jugendliche und Studenten zu Krawallmachern, die nur in die Altstadt gehen, um sich zu betrinken, was so aber nicht stimmt. Außerdem kann eine solche restriktive Lösung auf die vielen internationalen Besucher Heidelbergs nur kleinbürgerlich und provinziell wirken."
Die Jusos Heidelberg sehen die Rücktrittsforderungen, die unter anderem seitens der CSU–Generalsekretärin Christine Haderthauer an die neu gewählte Juso–Bundesvorsitzende Franziska Drohsel herangetragen wurden, als völlig überzogen und unangemessen. Nun sogar von „linksextremen Netzwerken“ in der SPD zu reden, wie es die CSU-Generalsekretärin sagt, treibt es auf die Spitze.
Der Juso-Kreisverband Heidelberg fordert den sofortigen Rücktritt von Kultusminister Helmut Rau (CDU). „Der feudalistische Umgang mit Rektoren, Lehrern und Eltern ist einer demokratischen Regierung nicht mehr angemessen“, so der Juso-Kreisvorsitzende Holger Seeger (25). Die aktuellen Diskussionen um die Einführung von Französisch an der Rheinschiene und der Brief der oberschwäbischen Hauptschulrektoren zur Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems hätten die mangelnde Kritik- und Dialogfähigkeit des Ministers offen dargelegt.
Die Jusos Heidelberg unterstützen den Antrag der SPD-Gemeinderatsfraktion über die Erhöhung der Fahrttaktung des „Moonliners“ am Wochenende sowie der Erweiterung des Betriebs auf den Donnerstag. Aufgrund des diversen Angebots am Donnerstag für Jugendliche und Studenten ist die Linienoptimierung längst überfällig. „Wir sehen in diesem Bereich schon lange ein Defizit“, so Holger Seeger (25), Vorsitzender der Jusos Heidelberg, „vor allem Studenten haben ein Interesse daran, auch in der Nacht von Donnerstag auf Freitag nach Hause zu kommen.“