Mit Atomkraftwerk gegen Atomkraft: Jusos Heidelberg informieren die Bevölkerung

Veröffentlicht am 12.03.2012 in Jusos in Aktion

Am Sonntag, dem 11. März 2012, an dem sich die Reaktorkatastrophe von Fukushima zum ersten Mal jährt, informierten die Heidelberger Jusos die Bevölkerung auf dem Bismarckplatz zum Thema Kernkraft. Der mitgebrachte Meiler (siehe Bilder, klick!) erregte die nötige Aufmerksamkeit und so konnten die Jusos vor den Folgen der nuklearen Energieerzeugung warnen und für die globale Energiewende eintreten.

Den meisten Menschen, die an diesem Tag den Bismarckplatz überquerten, stach sofort das Atomkraftwerk der Jusos und der verstreute Atommüll ins Auge. Das Sperrholzabbild und die gelben Atommüllfässer erwiesen sich jedoch bei näherer Begutachtung als ungefährlich – im Gegensatz zu den 440 echten Reaktoren, verteilt über den gesamten Globus. Die Jusos verteilten Inhaltsflyer mit dem Titel „Atomkraft überall abschalten“ und erörterten mit den anwesenden Menschen die Vor- und Nachteile der nuklearen Energieerzeugung. So vertieften die Jusos mit der Bevölkerung bekannte Gefahren, wie beispielsweise das Lagerproblem des sich bereits angesammelten, hochradioaktiven Abfalls von weltweit ca. 300.000 Tonnen oder die Sicherheitsrisiken von Kernkraftwerken. Andere Nachteile konnten die Jusos offenlegen: dass der Abbau von Uranerz oftmals mit schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen für die Arbeiterinnen und Arbeiter in den Minen verbunden ist, war wenigen bekannt. Im Laufe des Tages zeigte sich, dass nicht nur die Jusos, sondern auch die Mehrheit der anwesenden Menschen fand, dass die Kosten von Kernkraft dem Nutzen bei weitem überlegen sind. Viele teilten die Meinung der Jusos, dass der Energiehunger der Industrieländer keine Ausrede dafür sein darf, Kernkraftwerke sowie den gefahrvollen Uranabbau als alternativlos hinzustellen. Dass diese Probleme nationalstaatliche Kompetenzen überschreiten, bewirkt möglicherweise ein Gefühl der Handlungsunfähigkeit. Angesichts verlängerter Laufzeiten, neuer Baugenehmigungen für Reaktoren und organisierter Behinderung des Ausbaus regenerativer Energien wünschen sich die Jusos deshalb ein internationales Auftreten der Bundesregierung als Verfechterin der Energiewende. Die Heidelberger Jusos konnten am Sonntag also erfolgreich ihren Informationsstand nutzen, um auf lokaler Ebene Menschen über das globale Problem 'Kernkraft' tiefergehend zu informieren und die Wichtigkeit des Einsatzes eines/einer Jeden für eine nachhaltige und gerechte Welt herauszustellen. (jo)

 

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