Jusos Rhein-Neckar

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Universität Mannheim tritt für Verfasste Studierenschaft ein

Veröffentlicht am 09.12.2009 in Allgemein
 

Der Senat der Universität Mannheim ist heute dem Antrag des „AStA“ gefolgt und tritt nun für die Verfasste Studierendenschaft ein. Damit ist die Universität Mannheim die vierte Universität in Baden-Württemberg, die sich für die Verfasste Studierendenschaft einsetzt.

Die Juso-Hochschulgruppe Heidelberg begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich. Sprecherin Jessica Weller dazu: „Die Verfasste Studierendenschaft wieder einzuführen ist die langjährige Forderung der SPD. Gut, dass die Universität Mannheim dieser jetzt gefolgt ist.“

Hintergrundinformationen aus der Wikipedia:

In Baden-Württemberg wurden die verfassten Studierendenschaften im Jahre 1977 abgeschafft, nachdem es bereits seit dem Ende der 60er Jahre Pläne dazu gab.

Nach den geltenden Hochschulgesetzen bilden die studentischen Vertreterinnen und Vertreter im Hochschulsenat sowie deren Stellvertreter (zusammen maximal 16 Studierende) einen besonderen Senatsausschuss, der als „AStA“ bezeichnet wird. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um ein Gremium einer verfassten Studierendenschaft. Der AStA hat daher auch keine Satzungsautonomie und keine Finanzhoheit. Sowohl über die Geschäftsordnung des AStA als auch über dessen Budget, das aus dem allgemeinen Hochschulhaushalt gespeist wird, entscheidet der Senat mit professoraler Mehrheit. Laut Hochschulgesetz ist dieser „AStA“ ausschließlich für „fakultätsübergreifende Studienangelegenheiten“ sowie für die „Förderung der sozialen, geistigen, musischen und sportlichen Belange der Studierenden“ zuständig.

Aufgrund dieser Rechtslage gibt es an vielen Hochschulen in Baden-Württemberg neben dem offiziellen AStA einen so genannten UStA (Unabhängiger Studentenausschuss) bzw. u-asta (unabhängiger AStA) im Rahmen einer Unabhängigen Studentenschaft. Dieser soll insbesondere der politischen Interessenvertretung dienen. Zum Teil (bspw. Universität Karlsruhe) werden eigene, unabhängige Wahlen für ein Studentenparlament analog zu den anderen Bundesländern organisiert.

 

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