Jusos Rhein-Neckar

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Stellungnahme zum Nationalen Stipendienprogramm und zur Bafög-Erhöhung

Veröffentlicht am 18.05.2010 in Juso-Hochschulgruppe
 

Jessica Weller, Sprecherin der Juso-Hochschulgruppe Heidelberg, und Christian Soeder, Senator der Universität Heidelberg, beantworten die Fragen der Rhein-Neckar-Zeitung wie folgt:

Die Bafög-Erhöhung von lediglich 2% ist nicht ausreichend, da allein die gestiegenen Lebenskosten und Inflation diese wieder auffressen.

Das Ziel, mehr Studierende aus sogenannten „bildungsfernen“ Schichten zu fördern, wird nicht durch eine minimale Bafög-Erhöhung erreicht, sondern durch Abschaffung der sozial ungerechten Studiengebühren.

Wir treten für ein elternunabhängiges Bafög ein, das ein frei gewähltes Studium ermöglicht. Damit wollen wir erreichen, dass Studierende ohne den zusätzlichen Druck eines Nebenjobs sich ihrem Studium widmen können.

Das nationale Stipendienprogramm ist der falsche Weg. Wir wollen nicht Eliten fördern, sondern alle Studierenden. Schon heute kommen die meisten Stipendiatinnen und Stipendiaten aus einem Akademikerhaushalt. Damit wird deutlich, dass die Förderung in die falsche Richtung geht. Das Motto sollte sein: in der Breite fördern durch Bafög-Ausbau. Die Bundesregierung versagt bildungs- und hochschulpolitisch völlig.

Die Fragen der Rhein-Neckar-Zeitung:

1. Wie stehen Sie zu der Erhöhung der BAföG-Sätze? Ist die Erhöhung ausreichend?
2. Führt die BAföG-Erhöhung und das Heraufsetzen der Freibeträge zu dem erwünschten Ziel, nämlich mehr Studenten, auch aus bildungsfernen Schichten?
3. Gibt es Kritikpunkte daran?
4. Wie stehen Sie zum Nationalen Stipendienprogramm?
5. Erfüllt es seinen Zweck?
6. Haben Sie Kritikpunkte/ Verbesserungsvorschläge?

 

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