Jusos Rhein-Neckar

Jusos Rhein-Neckar

Jusos Heidelberg: "Heidelberg bleibt nazifrei!"

Veröffentlicht am 07.10.2012 in Pressemitteilungen
 

Jungsozialist*innen verhindern zusammen mit über 2.000 Menschen den geplanten Neonazi-Aufmarsch in Heidelberg.

Etwa 2.000 Demonstrierende aus Heidelberg und Umgebung machten am Tag der Deutschen Einheit klar, dass menschenverachtendes Gedankengut keinen Platz in der Stadt hat. Es beteiligte sich ein breites Bündnis von Kirchen, Gewerkschaften, dem Oberbürgermeister und den Parteien von SPD, Grünen, Piraten und Linken; überwiegend nicht vertreten war hingegen die CDU, die sich trotz einstimmigen Gemeinderatsbeschlusses am Tag zuvor ihr Bürgerfest "nicht verderben lassen" wollte. Die Rechtsextremen hatten ursprünglich einen Demonstrationszug vom Hauptbahnhof in die Innenstadt geplant, kamen jedoch nicht einmal über das Bahnhofsgelände hinaus.

Schon im Übergangsbereich vom Gleiskörper ins Bahnhofsgebäude wurden die Nazis durch eine große Gruppe Antifaschist*innen aufgehalten. Nur durch das Einwirken der Polizei konnten sie den Gleisbereich verlassen und auf den großflächig abgesperrten Bahnhofsvorplatz gelangen. Dort mussten sie dann aber auch verbleiben, da die große Menge der Demonstrierenden den gesamten Bahnhofsvorplatz ringförmig umschlossen und somit blockiert hatte. Aufgrund der Breite des Bündnisses und der Anwesenheit vieler Kinder hätte der Ring nur mit Gewalt durchbrochen werden können.

Eva Blomberg, Mitglied im Sprecher*innenkreis der Jusos Heidelberg, freute sich über den großen Zulauf zur Gegendemonstration: "Wir bedanken uns bei allen Menschen im Bündnis, die mitgeholfen haben, dass aus der Nazidemo nichts geworden ist. Danke an all die Heidelberger*innen, die ihren freien Tag geopfert haben, aber auch an die vielen Menschen aus dem Umkreis, die hergekommen sind, um zu zeigen, dass Nazis unerwünscht sind. Dank euch ist Heidelberg nazifrei geblieben, ihr habt den diesjährigen 3. Oktober zu einem guten Tag für unsere Demokratie werden lassen und ein klares Zeichen gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit gesetzt!"

Markus Christoph Müller, ebenfalls Mitglied im Heidelberger Sprecher*innenkreis, mahnte jedoch zugleich: "Der Tag zeigt uns jedoch auch, dass Rechtsextremismus beileibe kein Randphänomen in unserem Land ist, sondern gerade auch in der Krise wieder an Zulauf gewinnt. Statt die Bedrohung kleinzureden, ist es daher wichtig, sich mit den Ursachen von Rechtsextremismus zu beschäftigen und sie durch konsequente antifaschistische Arbeit zu bekämpfen."

 

Homepage Jusos Heidelberg