Nach dreitägiger Besetzung ließ Uni-Rektor Eitel am Wochenende das Rektorat der Universität Heidelberg durch die Polizei räumen und stellte Strafanzeige gegen die Studierenden, die sich im Gebäude befanden. Die Strafanzeige wurde mittlerweile von Herrn Eitel zurückgezogen. „Wir sind froh, dass sich vernünftige Mitglieder der Uni-Spitze durchsetzen konnten und die Strafanzeige zurück gezogen wurde“, so Mia Koch, neugewählte Vertreterin der Juso-Hochschulgruppe im Uni-Senat.
Koch weiter: „Anstatt den Dialog mit Gewalt abzubrechen, hätte Rektor Eitel weiter auf die Studierenden zugehen müssen. Wie schon in der Vergangenheit versucht der Rektor die Studierenden zu spalten und hinzuhalten. Dies stellt einmal mehr unter Beweis, dass Herr Eitel als Rektor einer so großen Universität ungeeignet ist.“
Nun bietet der Rektor ein Gespräch ausschließlich mit den gewählten studentischen VertreterInnen an. Hierin sehen wir die Taktik den Großteil der Studierenden, die am Bildungsstreik beteiligt gewesen sind aus dem Gespräch herauszuhalten.
Dieses Angebot des Rektors bezeichnet Denis Patzker, Sprecher der Juso- Hochschulgruppe, daher als unzureichend. „Ein offenes und ernsthaftes Gesprächsangebot kann sich nur an alle Studierende richten und darf keinen interessierten Studierenden ausnehmen. Insbesondere die vielen engagierten Studierenden, die sich in der Bildungsstreikwoche in verschiedenen Plena intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt haben, dürfen hier nicht übergangen werden, nur weil einige von ihnen nicht in ein Gremium der Universität gewählt worden sind.“
Die Juso-Hochschulgruppe ist wie viele andere Gruppen in Heidelberg Teil des Bildungsstreik Bündnisses. Deshalb ist klar, dass wir die ausgearbeiteten Forderungen unterstützen.
Auch Carola Rühling, Mitglied des Bundesvorstands der Juso-Hochschulgruppen, erklärt: „Wir wollen mehr Demokratie an der Hochschule. Dazu gehört Transparenz und Offenheit. Das fordern wir nun ein; ein Gesprächsangebot an alle Studierenden ist dabei der erste Schritt.“