Jusos Rhein-Neckar

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Internationaler Frauentag 2008 – eine gesetzliche Quotenregelung für Frauen in Führungspositionen muss her!

Veröffentlicht am 21.07.2008 in Pressemitteilungen
 

Zum Internationalen Frauentag am 08. März 2008 äußern sich die Jusos Heidelberg wie folgt:

Seit 1910, die sozialistische internationale Frauenkonferenz in Kopenhagen den Internationalen Frauentag ins Leben gerufen hat, ist dies der Tag um öffentlich für Geschlechtergerechtigkeit, die Gleichstellung der Geschlechter und Emanzipation zu kämpfen.

Wir wollen heute und in Zukunft weiter dafür streiten Frauen als Individuen mit eigenen Interessen und gleichen Rechten zu sehen, auf immer noch bestehende Diskriminierungen aufmerksam machen und derjenigen Frauen gedenken, die in der Frauenbewegungen für Emanzipation gekämpft haben.

„Als JungsozialistInnen teilen wir die Forderungen aller überzeugten Feministinnen und Feministen nach umfassender Gleichstellung der Geschlechter. Wir sind nicht bereit Ungleichheiten zu akzeptieren, sondern rufen dazu auf in allen gesellschaftlichen Bereichen traditionelle Rollenbilder aufzubrechen und Frauen und Männern gleichberechtigte Teilhabe an gesellschaftlichem Einfluss und gesellschaftlicher Verantwortung zu verschaffen.“, so Gerri Kannenberg, Mitglied im Juso-Kreisvorstand Heidelberg.

„Wenn lediglich 15 Prozent der Führungskräfte aller Betriebe und Unternehmen in Deutschland weiblich sind, obwohl Frauen in der Schule und im Studium die besseren Leistungen erbringen, dann kann es dafür keine sachliche Rechtfertigung geben.“, stellt Carola Rühling, ebenfalls Mitglied im Juso-Kreisvorstand, fest. „Ganz nach oben kommen nach wie vor nur Männer. Und damit haben wir ein Problem.“, so Carola Rühling weiter.

„Die Zahl ,15' steht in diesem Zusammenhang für die anhaltende Ungleichbehandlung und Diskriminierung von Frauen auf ihrem Weg nach oben. Hier sehen wir gesetzlichen Handlungsbedarf.“, macht Holger Seeger, Juso-Kreisvorsitzender, deutlich. „Deshalb fordern wir Jusos: Eine gesetzliche Quotenregelung für Frauen in Führungspositionen muss her!“

„Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“ zitiert Carola Rühling, Artikel 3, Absatz 2 des Grundgesetzes. „Der Staat ist nun gefragt das in Artikel 3, Absatz 2 des Grundgesetzes gegebene Versprechen der Gleichheit von Frau und Mann einzuhalten. Es ist an der Zeit die gesetzliche Quotenregelung für Frauen in Führungspositionen Realität werden zu lassen.“, betont sie.

„Doch schon jetzt muss der Staat bei der Einstellung seiner Angestellten und BeamtInnen mit gutem Beispiel voran gehen und die Gleichstellung von Frauen und Männern in Führungspositionen realisieren. Wir erwarten durch die staatliche Vorbildfunktion steigenden gesellschaftlichen Druck auf die freie Wirtschaft, denn hier wird gezeigt werden, wie es auch geht: nämlich freiwillig!“, so Holger Seeger abschließend.

 

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