In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass der Jugendgemeinderat bei der Wahl zur Besetzung der Jugendsozialarbeiterstelle in Schriesheim keine Stimme hatte. Wir möchten auf diesem Wege unseren Ärger über diese Tatsache ausdrücken!
Der Jugendgemeinderat ist ein gewähltes Gremium der Jugendlichen und sollte somit bei allen kommunalpolitischen Themen, die die Jugend betreffen, eine gewisse Legitimation haben. Bereits bei der Auswahl der Vorschläge für den Mensabau wurde der Stellungnahme des Jugendgemeinerats von den meisten Seiten nicht viel Bedeutung zugemessen. Dass den Jugendlichen aber nun auch während der Auswahl der Jugendsozialarbeiterstelle die Stimme genommen wird, finden wir Jusos eine absolute Unverschämtheit. Wer, wenn nicht die Vertreter der Jugend, sollte besser entscheiden können, welche Person am Besten mit den Jugendlichen zusammenarbeiten kann?
Im Jugendgemeinderat befinden sich 12 Jugendliche, die sich engagieren wollen um etwas für die Jugend in Schriesheim zu bewegen. 12 Jugendliche die am demokratischen Prozess partizipieren wollen. Wenn man allerdings so mit den Jugendlichen umgeht, wie das momentan leider der Fall ist, darf man sich nicht wundern, wenn bei der nächsten Wahl keine 12 Jugendlichen mehr bereit sind ihre Freizeit für dieses Ehrenamt zu opfern bzw. wenn die Wahlbeteiligung sinkt.
Ich möchte hier allerdings noch einmal betonen, dass wir mit der Auswahl von Frau Nicola Klamer als neue Jugendsozialarbeiterin sehr zufrieden sind und hier lediglich das Auswahlverfahren bzw. die Nichteinbindung der Jugendlichen kritisieren.
Marco Ginal für die Jusos Schriesheim-Dossenheim
