Jusos Rhein-Neckar

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„Frauen in der Kommunalpolitik“ Hauptthema der diesjährigen Veranstaltung des Juso-Landesverbands zum Weltfrauentag

Veröffentlicht am 10.03.2008 in Veranstaltungen
 

Bericht über Veranstaltung des Juso-Landesverbands im Rahmen der Frauenverbandsarbeit am 08. März 2008 in Karlsruhe

Am 08. März 2008, dem diesjährigen Weltfrauentag, fand in Karlsruhe in der AWO-Begegnungsstätte „Irma Zöllner“ die zweite Veranstaltung im Rahmen der Frauenverbandsarbeit des Juso-Landesverbands im Arbeitsjahr 2007/2008 statt.

Nach einer Begrüßung referierte die stellvertretende Juso-Landesvorsitzende Isabel Steinweg über die historische Entstehung des internationalen Frauentags und über die heutige Situation von Frauen in Deutschland. Nach wie vor sind Frauen im Erwerbsleben benachteiligt. Laut jüngster Statistiken erhalten sie für die selbe Erwerbsarbeit wie Männer durchschnittlich über 20 Prozent weniger Lohn. Auch in Führungspositionen in Wirtschaft, Forschung, Politik und Gesellschaft sind Frauen nach wie vor deutlich unterrepräsentiert.

Es ist wichtig, dass sich die Jusos für eine moderne Familienpolitik, die auf die Schaffung von Betreuungsinfrastruktur setzt und Anreize schafft, die Erziehungsarbeit auf beide Partner gleichermaßen zu verteilen, stark machen. Dabei darf jedoch nicht vergessen wird, dass Gleichstellungspolitik viel mehr ist als nur Familienpolitik.

In der anschließenden Diskussionsrunde zum Thema „Frauen in der Kommunalpolitik“ waren die beiden Stadträtinnen im Juso-Alter, Ariane Zürn aus Stuttgart und Ulrike Mozden aus Böblingen, als Referentinnen zu Gast. Sie berichteten von ihren Erfahrungen als junge Frauen in den Gemeinderäten und betonten die besondere Bedeutung der Kommunalpolitik als für im Ergebnis sichtbare und greifbare Politik für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort.

Leider sind im Land vielerorts Frauen in den Gemeinderäten nur gering vertreten, zudem macht sich das Fehlen von Frauennetzwerken und Formen der gegenseitigen generationenübergreifenden Unterstützung bemerkbar. Die Aufgabe der jungen Frauen, so die beiden Referentinnen, ist es, diese verkrusteten Strukturen aufzubrechen und ein Vorbild für Jüngere zu sein. Daher ist es wichtig, dass junge Frauen bei der Listenaufstellung für die Kommunalwahlen 2009 ihren Platz erhalten. Inzwischen haben die Fraktionen den besonderen Wert einer starken Beteiligung junger Frauen zu schätzen gelernt, da sie nicht nur wichtige Ansprechpartnerinnen für jüngere Zielgruppen sind, sondern auch lange diskutierte Themen aus ihrer eigenen, dynamischen Perspektive betrachten.

Nach einem geselligen Brunch übten die Teilnehmerinnen anhand praktischer Beispiele aus dem Politikalltag, wie „frau“ überzeugend auftreten und sich präsentieren kann. Dabei wurde festgestellt, dass viele junge Frauen weitaus größere Potenziale besitzen, als sie sich selber zutrauen. Die Aufgabe der Jusos muss es daher sein, mehr aktive Frauen für die politische Arbeit zu gewinnen und ihre Stärken zu fördern.

 

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