Die fortschreitende Globalisierung hat zu weltweiten Wanderungsbewegungen geführt, deren Ausmaße und Auswirkungen international, regional, national und lokal erkennbar sind und PolitikerInnen vor besondere Herausforderungen stellen. Über diese Herausforderungen diskutierten rund 40 Jusos aus Baden-Württemberg am 01. und 02. November 2008 in der Jugendherberge Sigmaringen. Unter dem Titel „Migration im europäischen und weltweiten Kontext“ fand hier das zweite Verbandswochenende des Juso-Landesverbandes in diesem Arbeitsjahr statt.
Die PowerPoint-Präsentation von Isabel Steinweg zum Thema "Weltweite Migration" und das Referat von Werner Baumgarten zum Thema "Migration und Europa" können hier heruntergeladen werden:
PowerPoint-Präsentation zum Thema "Weltweite Migration" zum Downloaden
Referat zum Thema "Migration und Europa" zum Downloaden
Nach einem Einstiegsreferat von der stellvertretenden Juso-Landesvorsitzenden Isabel Steinweg zum Thema „Weltweite Migration“ diskutierten die TeilnehmerInnen am Samstag in Arbeitsgruppen über die Auswirkungen von Kriegen und Naturkatastrophen auf Wanderungsbewegungen, über die negativen Folgen des „Brain Drain“ und über das Potential bzw. die Probleme von Rücküberweisungen (Remittances).
Im Anschluss wurde Werner Baumgarten, landeskirchlicher Beauftragter für Asyl der Evangelischen Landeskirche, als Referent begrüßt. In seinem Vortrag ging er insbesondere auf die Situation von AsylbewerberInnen und Flüchlingen in Deutschland und die Auswirkungen europäischer Rechtsbestimmungen ein.
Welche Schwerpunkte setzen unterschiedliche europäische Länder in der Gestaltung der wirtschaftsbedingten Zuwanderung? In der anschließenden Workshop-Runde stand die Auseinandersetzung mit dieser Frage anhand der Länderbeispiele Spanien, Großbritannien und Polen im Vordergrund. Dabei wurde deutlich, wie sehr die Zuwanderungspolitik der europäischen Länder zum einen von der Geschichte des jeweiligen Landes und zum anderen von der jeweiligen Volkswirtschaft beeinflusst wird. In einer Sigmaringer Lokalität fand der Abend anschließend einen geselligen Ausklang.
Am Sonntag morgen stieß die Vorführung des Films „Der Marsch“ von David Wheatlay auf geteilte Meinungen. Es folgte eine lebhafte Debatte über den Umgang mit Massenzuwanderungen und die notwendigen Ausmaße des Grenzschutzes, die von vielen auch während des anschließenden Mittagessens weitergeführt wurde. Am frühen Nachmittag hieß es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schließlich Abschied zu nehmen.