Bei der Jahreshauptversammlung der Jusos Bammental am 10.03.2010 im Gasthaus „Alte Tapetenfabrik“ trafen sich die Mitglieder, um neben den Neuwahlen auch auf das abgelaufene Jahr zurückzublicken und die Jahresplanung für 2010 zu verabschieden. Zu Beginn der Versammlung stand jedoch ein Antrag der Vorstandschaft zur Änderung der Satzung auf der Tagesordnung, die die Zusammenarbeit der Bammentaler Arbeitsgemeinschaft mit den Jusos Rhein-Neckar besser regelt.
Nachdem dieser Antrag einstimmig angenommen wurde, trug der erste Vorsitzende Christoph Herbold seinen Geschäftsbericht vor. Im Mittelpunkt der Betrachtung stand die Kommunalwahl, die an den Stimmen gemessen für die Jusos und damit auch für die SPD zufriedenstellend ausgefallen ist. Die Jusos konnten unter den „jungen Kandidaten“ die meisten Stimmen auf sich vereinen. Dies ist im wesentlichen einerseits auf den gut organisierten Wahlkampf und die entsprechende Werbung für alle vier Kandidaten in der Presse zurückzuführen, aber auch auf die Besetzung der richtigen Themen die die Jugend in Bammental bewegt. Den bekannten Ausgang bei der Sitzverteilung kommentierte der erste Vorsitzende mit den Worten, „in Berlin wird die Vetternwirtschaft des Herrn Westerwelle toleriert, während dem Bammentaler Gemeinderat nicht zugetraut wird, dass 16 Gemeinderäte die eventuelle Vetternwirtschaft zweier Personen zu verhindern wissen. Die Politik und die Demokratie muss aufpassen, dass sie sich mit solchen Aktionen und Gesetzen nicht lächerlich macht!“ Neben den Kommunalwahlen standen auch die Europawahl und die Bundestagswahl in 2009 an. Die Ergebnisse die die SPD hier erreichen konnte, waren weit von dem was die SPD in den entsprechenden Gremien geleistet hat. Dass es zwischen den Traumpartnern CDU/CSU und FDP weit weniger harmonisch zugeht, als gedacht und vor allem dem Wähler vorgegaukelt, zeigte sich bereits in den ersten Tagen. Diese Chaostage von Berlin zu nutzen, um für die SPD wieder Boden gut zu machen, wird das Ziel der Bammentaler Jusos in 2010 sein.
Nach diesem Ausblick des ersten Vorsitzenden, konnte auch der Schriftführer Rolf Schmidt auf ein erfolgreiches Jahr 2009 zurückblicken und einmal mehr von Mitgliederzuwächsen berichten. Im Rückblick auf die Aktivitäten konnte Rolf Schmidt vor allem ergänzen, dass die Jusos sich auch am Ferienprogramm des Kulturrings mit einem Besuch der S-Bahn Werkstatt in Ludwigshafen beteiligten und auch bei den Montagsdiskussionen neben politischen, auch gesellschaftliche Themen behandelt wurden. Er wies damit auch darauf hin, dass die Jusos mehr sind als nur trockene Politik.
Der Kassier Christian Stoll konnte ebenfalls nur positives Berichten, denn mit der ordentlich geführten Kasse steht den für 2010 geplanten Aktivitäten der Jusos, zumindest aus finanzieller Sicht, nichts mehr im Wege.
Der Kreisdelegierte und Mitglied des Kreisvorstandes Stanley Bles berichtete anschließend von den Aktivitäten der Jusos Rhein-Neckar. Hier hob er vor allem den großen Kampfgeist bei der Bundestagswahl hervor. Das „Junge Team“ von Lars Castellucci kämpfte für den Kandidaten und versuchte auch mit teils unkonventionellen Methoden junge Wähler zu überzeugen. Leider hat es trotzdem nicht gereicht für den Rhein-Neckar-Kreis einen Bundestagsabgeordneten der SPD zu erreichen. Für die bevorstehende Landtagswahl werden die Jusos allerdings erneut versuchen, den Rhein-Neckar-Kreis entsprechende zu vertreten. Die CDU in Baden-Württemberg hat zum zweiten Mal einen Ministerpräsidenten ausgewechselt ohne die Bevölkerung darüber entscheiden zu lassen. Diese Tatsache sollte nicht erneut ohne Folgen bleiben, war Stanley Bles der Meinung, was von den anwesenden Mitgliedern mit Applaus bestätigt wurde.
Bei einer angeregten Aussprache zu den Berichten, nahm auch der Ausgang der Bürgermeisterwahl Einfluss. Leider konnte hier im ersten Wahlgang kein Ergebnis erzielt werden und am Tag der Veranstaltung sah alles danach aus, dass die Sache trotzdem entschieden sei, da es nur noch einen Bewerber gab. Da sich die Vorzeichen mittlerweile gewandelt haben, hat Bammental doch noch die echte Entscheidung in der Hand. Auf sehr großes Unverständnis der Jusos traf die Wahlempfehlung der UWB. Diese hatte dazu aufgerufen, dass man im Zweifelsfall den Stimmzettel lieber ungültig machen sollte. Eine solche Empfehlung klingt scheinheilig, wenn man bedenkt, dass alle politischen Gruppierungen sich für politische Beteiligung der Bürger einsetzen und gegen den Politikverdruss ankämpfen sollten. Eine solche Empfehlung ist für uns daher sehr fragwürdig!
Bei den sich anschließenden Wahlen konnten der erste Vorsitzende Christoph Herbold, der Kassier Christian Stoll, sowie Stanley Bles als Beisitzer und Kreisdelegierter einstimmig wiedergewählt werden. Aus Sicht der Jusos könnten die Herausforderungen in 2010 also kommen.
Christoph Herbold